Fridays for Future hat die Bürgermeister-Kandidaten und Parteien/Wählergruppe befragt

- Keine neuen Abbaugenehmigungen für Lhoist
Genehmigungsbehörde ist die Bezirksregierung Düsseldorf.

- Klimaneutralität bis 2035
Ein gutes, wichtiges Ziel - eindeutig ja! Mit den städtischen Verbräuchen sollte das erheblich früher gelingen. Bin gespannt auf die Ökobilanz der Stadtverwaltung, da haben wir in den letzten Jahren m.E. große Schritte nach vorn gemacht!

- Gratis ÖPNV für Wülfrather*innen
Wäre gut, lässt sich wahrscheinlich aber nur mit erheblichen Steuererhöhungen realisieren!

- 2025 Autofreie Zone in der Innenstadt
Klingt interessant und passt zu meinem Thema, die Parkflächen "Am Diek" auf das GWG-Grundstück (ehemals Beuteführ) zu verlagern. Die Idee, dann einen Teil der Goethestr. autofrei zu machen hatte ich auch schon, allerdings müssten sich das Verkehrsplaner nochmal genau ansehen, ob das funktionieren kann.

- Circle-Line
Für realistischer halte ich eine Anbindung nach Norden über die "Angerbahn". Wenn es stattdessen zu einer Umsetzung der Circle-Line käme auch gut. Hauptsache die Schiene erreicht Wülfrath-Mitte!

- Schnellbusverbindung Wülfrath-Düsseldorf
Ja, klar! Warum nur nach Düsseldorf? Ich finde der Kreis als Träger der Nahverkehrsplanung sollte da ein Konzept aufstellen, dass auch die kreisangehörigen Städte zumindest zu den Hauptverkehrszeiten besser verlässlich miteinander vernetzt!

- Öffnung von Einbahnstraßen für den Radverkehr
Ja!

- Verbot von Kurzflügen für städtische Mitarbeiter*innen
Die städtischen Beschäftigten sind keine Vielflieger und müssen dienstlich nicht ins Ausland reisen. Wülfrath liegt mittig genug, um Kurzstreckenflüge in der Regel ausschließen zu können - also ja!

- Energetische Sanierungsrate bis 2025 jedes Jahr 5%
Bezogen auf die städtischen Gebäude? Wenn wir die personellen Ressourcen hätten, gerne auch mehr. Ich habe mich für die Einrichtung einer Stelle "Klimamanagement" eingesetzt, weil ich von dort Impulse und Unterstützung auch für den Bereich des Hochbaus wünsche. Zur Zeit laufen dort z.B. Maßnahmen zur Sanierung von Beleuchtung in diversen Gebäuden und der Straßenbeleuchtung. Da nun die Stelle aufgrund der Personalfluktuation bis zur Wiederbesetzung einige Zeit vakant ist, koordiniere ich den Einsatz von Photovoltaik auf dem Rathausdach. Es ist wichtig, dass die Stadt da mit gutem Beispiel vorangeht.

- PV-Anlagen und/oder Dachbegrünung aller städtischen Gebäude (zur Erläuterung: PV=Photovoltaik)
PV-Anlagen ja, definitiv! Bei Dachbegrünung erfordert das Dach besondere konstruktive Voraussetzungen, da müsste ich mich im Einzelfall informieren.

- Wirtschaftliche Förderungen nur mit verbindlichen Klimaschutzplan
Eine Förderung in Geldleistungen erhalten aus dem Haushalt nur gemeinnützige Organisationen - und das auch nur in sehr überschaubarem Umfang. Für mich kommt das nur bei großen Summen in Betracht. Die sehe ich in Wülfrath derzeit nicht. Für die kleineren Fördermaßnahmen von z.B. von Stadtjugendring, Stadtkultur- oder Stadtsportbund fände ich diese Anforderung überzogen.

- Rate für weggeworfene Lebensmittel auf unter 5% bis 2025
Würde mich freuen, wenn wir das als Gesellschaft erreichen könnten. Lebensmittel werden in den städt. Kitas, der Einrichtung Fliege und der Kinder- und Jugendförderung verbraucht. Für den Mittagstisch der Kitas werden Lebensmittel gezielt nach Kinderzahl bestellt bzw. eingekauft. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dort mehr als 5 % weggeworfen werden. Dies gilt auch für die Fliege und die Jugendförderung.

und hier kommen die Fragen an die Bürgermeister-Kandidaten:

Stehen Sie hinter den Forderungen von Fridays for Future?
Mit vielen Forderungen kann ich mich identifizieren.

Wie oft im Jahr fliegen Sie?
In den letzten 5 Jahren bin ich zweimal geflogen.

Bevorzugtes Verkehrsmittel
Rad innerhalb Hildens+ PKW zur Arbeit nach Wülfrath

Welches Auto fahren Sie?
Opel Corsa

Kompensieren Sie ihren CO2-Ausstoß?
Wir betreiben seit März eine Photovoltaikanlage auf unserem Hausdach mit der ich bisher mehr Strom produziere als ich verbrauche. Die Beheizung und Warmwasserproduktion erfolgt seit 2008 mittels Geothermie. Unser Haus haben wir 2008 ca. 30 % unter den damaligen ENEV-Standard kernsaniert. Eine weitere Kompensation erfolgt nicht.

Kaufen Sie hauptsächlich Bio- oder sogar Demeter-Produkte?
Im Supermarkt greifen wir regelmäßig zu den dort geführten Bio-Produkten.